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Heilpraktiker für Psychotherapie

Moderatoren: Angelika, Ernst

Petra.R
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Beitragvon Petra.R » 21. Jun 2007, 11:53

Hallo Ernst,

Danke für Deine Antwort.

Es scheint also im Ermessen des eigenen Hausarztes zu liegen bzw. des Arztes, zu dem ich gehe?
Ich dachte, ich kriege dafür einen vorgeschrieben, der das bestimmt, so a la "medizinischer Dienst".

Im Zweifelsfalle könnte mal notfalls also sogar einen zweiten Arzt dafür aufsuchen?

Viele Grüße
Petra


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Ernst
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Beitragvon Ernst » 21. Jun 2007, 12:28

Nein, du kannst dir deinen Arzt aussuchen. Es muss kein Amtsarzt sein.
Ein Attest genügt. Die Ärzte haben da meist so einen Standardtext den sie nutzen.
Dieses Attest fügst Du einfach Deinen anderen Antragsunterlagen bei:
Grüße von der Waterkant
Ernst

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ardea
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Re: Das Problem bei heilkundlichen Psychotherapie

Beitragvon ardea » 8. Apr 2008, 22:27

marechal hat geschrieben:Hallo, richtig, seit das Psychotherapeutengesetz in Kraft ist, versuchen die Amtsärzte den Heilpraktiker für Psychotherapie "abzuschaffen".


Also sorry, aber wenn ich immer so etwas lese kriege ich die Krise. Alles, was passiert ist mit der Schützung des Begriffs Psychotherapeut, ist das fehlen einer eindeutigen Berufsbezeichnung für die eingeschränkten HP's. Hier gibt es länderspezifische Unterschiede und natürlich das UWG, die hier für Unklarheit sorgen.
Tatsache ist, daß es im Prinzip erst seit einiger Zeit überhaupt eine halbwegs einheitliche Prüfung gibt, die es möglich macht, nur auf dem Gebiet der Psychotherapie als sogenannter "eingeschränkter" HP tätig zu sein.

Ich spare es mir, auf den Teil der Berufsausübung der Psychotherapeuten einzugehen, da es schon vor dem Schutz der Berufsbezeichnung genügend "nicht weisungsgebundene" Psychotherapeuten gab. Die Jungs dachten eben, im Verein mit einigen anderen Änderungen, direkt mit den Kassen abrechnen zu können und haben schon die goldenen Löffel vor sich gesehen. Wie die Gilde heute weiß, gilt das Realitätsprinzip aber auch für die, die berufsmäßig damit umgehen sollten. Heute wären sie froh, wenn sie wieder aus dem Kassenverein raus könnten - siehe Schulmediziner.

Da gibt es begnadete Menschen, welche dem Umgang mit Ratsuchenden recht leicht fällt. Oft bilden sich diese Heilpraktiker auch auf den Gebieten weiter. Sie werden und sind dadurch gute "Lebensberater" und helfen so eigentlich dem gesunden Menschen mit seinen Kriesen und Problemen umgehen zu können.


Na, da kann ich nicht so ganz zustimmen. DEN gesunden Menschen, "der Rat braucht" gibt es nicht. Wir haben in unserer verrückten Gesellschaft alle "unseren Hau weg" - sonst spielen wir nämlich über kurz oder lang nicht mehr mit = kein Broterwerb und damit das große AUS.
Wenn einer psychisch gesund ist, braucht er auch keinen Rat, da das psychisch gesunde Wesen mit den Anforderungen seiner Umwelt umgehen kann. Alles andere gehört mindestens zu den Neurosen und wer ist da schon frei davon. Ergo: Der Nachweis, daß es sich bei der Lebensberatung NICHT um eine therapeutische Interaktion handelt, wird man kaum erfolgversprechend führen können und somit fällt dies unter den Begriff der "Heilkunde eingeschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie" und wird scheinpflichtig. Der Rest kann versuchen, sich bei Caritativen Organisationen einzubringen, die haben ja weniger Probleme bei der Haftung.
Der "psychologische Berater" ist ein Kunstgriff von "Ausbildungsinstituten, denen die Leute reihenweise durch die Prüfung gerauscht sind und die, um etwaigen Klagen wegen schlechter Ausbildung entgegenzukommen, eine eigene Prüfung zelebrieren. Da gibt es dann meist eine ganz wichtige "Arbeit" zu schreiben, die an irgendeinen Professor geschickt wird, der letztlich seinen Namen druntersetzt und damit - ja was eigentlich bescheinigt.
Rechtlich sitzen die Opfer dieser Haarspaltereien von Stunde Null an mit einem Fuß im Knast, wegen der beschriebenen Problematik nachzuweisen, daß es sich um die Beratung eines "Gesunden" gehandelt hat. Wo kein Kläger, da kein Richter - das Problem ist nur, daß die HP-Psych über den selben Kamm geschoren werden.

Der HP-Psych ist nämlich durchaus möglich und ernst zu nehmen. Gute Ausbildung vorausgesetzt stehen die Chancen sehr gut, die Prüfung im ersten Anlauf zu bestehen und damit ist der Etikettenschwindel gar nicht erst nötig. Die Ausbildung ist natürlich der springende Punkt. Wir empfehlen unseren Leuten immer nicht die Prüfung als Zielpunkt der Ausbildung zu sehen, sondern die Praxis und den Patienten. Das beinhaltet selbstverständlich auch praktische Ausbildung mit Workshops und allem Drum und Dran, aber wenn als Ziel die spätere Praxis vor Augen ist, dann fällt einem die Prüfung mehr oder weniger nebenbei in den Schoß. Für uns gilt ja auch der selbe Grundsatz, daß das Ausbildungsziel nicht der Schein ist - davon wird keiner satt und wenn unsere Schüler später pleite sind, dann kriegen wir auch keine neuen Schüler her, womit sich der Kreis wieder schließt. :D
Liebe Grüße
ardea

Stefan702
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Re: Heilpraktiker für Psychotherapie

Beitragvon Stefan702 » 22. Apr 2008, 22:34

Ardea hat völlig Recht ! Eine der Schulen, die mit der Ausbildung zum "Psychologischen Berater" wirbt, ist Paracelsus. Hier wird nach der Ausbildung eine Arbeit geschrieben, aufgrund der man ein Zertifikat erhält. Völliger Schwachsinn !!! Psychologischer Berater kann sich auch jetzt schon meine Oma nennen, ohne mehrere Tausend Euro der Paracelsusschule in den Rachen geworfen zu haben. Manchmal denke ich allerdings, wer sich vorher so wenig informiert über den Berufszweig und die Seriösität der einzelnen Schulen, muss sich nicht wundern, dass er von Paracelsus über den Tisch gezogen wird.

Christiane32
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Re: Heilpraktiker für Psychotherapie

Beitragvon Christiane32 » 6. Aug 2008, 15:08

Ich kann Ardea auch nur zustimmen ! Der HP für Psychotherapie wird von vielen unterschätzt, weil er im Volksmund gerne ja auch "Kleiner HP" genannt wird. Ich habe eine Gestalttherapeutische Ausbildung absolviert und danach noch die Ausbildung an der Heilpraktikerakademie Dr.Urban gemacht. Hab glücklicherweise beim ersten Mal bestanden und arbeite jetzt auch schon in meiner eigenen Praxis. Viele Schulen benutzen gern den Begriff "Psychologischer Berater" weil Ihre Schüler reihenweise durchfallen. So haben Sie halt diese hausinterne Prüfung zum Psychologischen Berater erfunden, die natürlich keinerlei Bedeutung hat. Was mich aber noch viel mehr stört, dass einige Schulen (z.B. Paracelsus) behaupten, man könne unmittelbar nach der Ausbildung sich selbstständig machen. Womit denn ??? Schade, dass es hier keine Standards gibt, dann würden nicht so viele Leute an der Nase rumgeführt...

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dialog
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Re: Heilpraktiker für Psychotherapie

Beitragvon dialog » 23. Jan 2009, 20:04

Hallo,
bin dabei die Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie zu absolvieren und habe mich natürlich auch viel umgehört und recherchiert. Da sollte man ganz realistisch sein, der HP hat eventuell für sich selbst, die Familienmitglieder und ein paar Mitmenschen eine positive Wirkung was die Gesundheit angeht aber das medizinische Heilen von akuten Krankheiten bleibt den Medizinern vorbehalten. Die Aufgabe des HPP kann doch nur innerhalb dieses Rahmens darin bestehen die Psyche möglichst vor größerem Unheil zu bewahren. Zu versuchen prophylaktisch der Krise den Wind aus den Segeln zu nehmen bevor es zu einer akuten psychischen Störung als letzten Ausweg kommt. Dabei geht es meiner Ansicht nach nicht darum daraus ein Geschäft zu machen wie es bei so vielen Scharlatanen im Psycho-Angebot der Fall ist, sondern das Wissen und die Erfahrungen dafür einzusetzen die Mitmenschen vor unnötigem Übel zu bewahren und zu Helfen wo es gewünscht bzw. notwendig ist.
Es werden ohne Frage mit dem Thema Gesundheit Geschäfte gemacht und viel Geld verdient.
Für die Gesundheit sind viele bereit Summen zu investieren, dabei ist Gesundheit von der Natur gegeben und völlig unabhängig jeglicher materieller Güter. Eher sind Wissen und Erfahrung Größen die Gesundheit ermöglichen und natürlich das Gespür für sich selbst.
Es ist leider ein ewiger Kreislauf, die teuren privaten HP Schulen verlangen viel Geld, dann verlangt der ausgebildete Heilpraktiker von den Klienten auch viel Geld und es entsteht der Anschein die Gesundheit ist teuer. Nicht die Gesundheit ist teuer sondern die Illusion sie sich erkaufen zu können auf privater Ebene. Gesundheit als Privatbesitz. Klingt echt kabarettistisch oder?
Soweit meine Einstellung am Anfang der Ausbildung zum Heilpraktiker Psychotherapie.

gruß dialog


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Ernst
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Re: Heilpraktiker für Psychotherapie

Beitragvon Ernst » 25. Jan 2009, 01:38

Hallo Dialog
Ich wünsche Dir dass du Deinen Idealismus möglichst lange aufrecht erhalten kannst, vermute aber dass Du bald von der Realität eingeholt wirst.

Solange du den HPP-Beruf hobbymäßig ausübst magst Du mit allen Recht haben. In dem Moment aber, wo Du auch davon leben musst, geht deine Rechnung nicht auf.
aber das medizinische Heilen von akuten Krankheiten bleibt den Medizinern vorbehalten

Falsch! Vom HPP wird erwartet auch akute Störungsbilder zu erkennen und zu entscheiden, welche dieser Störungen an einen Arzt weitergeleitet werden muss da hier medikamentös therapiert werden muss, oder akute Suizidgefahr besteht.
Die anderen Krankheiten können sehr wohl vom HPP behandelt werden. Dafür hat er ja seine Heilerlaubnis erhalten.
Dabei geht es meiner Ansicht nach nicht darum daraus ein Geschäft zu machen wie es bei so vielen Scharlatanen im Psycho-Angebot der Fall ist

Ich betreibe seit Jahren eine psychotherapeutische Praxis und lebe davon. Ich nehme sogar Geld für meine Leistungen. Bin ich jetzt ein Scharlatan???
sondern das Wissen und die Erfahrungen dafür einzusetzen die Mitmenschen vor unnötigem Übel zu bewahren und zu Helfen wo es gewünscht bzw. notwendig ist.

Und wovon lebst Du? Wovon zahlst Deine Fortbildungen, Deine Lehrbücher, Dein Equipment, Deine Praxismiete?
Es ist leider ein ewiger Kreislauf, die teuren privaten HP Schulen verlangen viel Geld, dann verlangt der ausgebildete Heilpraktiker von den Klienten auch viel Geld und es entsteht der Anschein die Gesundheit ist teuer.

Eine gute Ausbildung dauert seine Zeit und kostet viel Geld. Das ist aber auch bei den Ärzten so. Und glaube mir, die verdienen auch viel Geld

Ich wünsche Dir für Deine Ausbildung viel Glück, frage mich aber nach Deiner Intention für diesen Weg. Für dass, was Du beschreibst, könntest Du auch im Status des psychologischen Beraters arbeiten.

Es grüßt Dich eine (teure?) HPP-Schule und ein (in Deinen Augen) Scharlartan.
Grüße von der Waterkant

Ernst



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dialog
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Re: Heilpraktiker für Psychotherapie

Beitragvon dialog » 28. Jan 2009, 01:46

Hallo Ernst,

das ist doch eine gute Antwort, genau so etwas habe ich erwartet auf meine Sprüche. Es ist überall hier im Lande so, der Mensch und das Gespür hat sich dem Geld unter zu ordnen. Du schilderst es ja klar und deutlich und gibst Deine Erfahrung im Geld verdienen als HPP deutlich zu verstehen. Jedoch wenn es um Gesundheit geht, auch psychischer Gesundheit, hat das Geld, das Verdienen und das geschäftige Treiben auf die Psyche überhaupt keinen Einfluss.
Wenn Du allerdings ein Unternehmer bist dann musst Du Umsatz machen und Profit und zwar immer stetig steigend, das lehrt die BWL.
Da siehst Du es ganz richtig, wer als HP ein Geschäft führt um Profit zu machen ist für die Gesundheit ein Scharlatan denn er macht Geld im Namen des Heilens.
Bin seit Jahrzehnten im sozialpsychiatrischen Bereicht tätig, den Umgang mit kranken Menschen als Hobby gibt es nicht, Hobby ist sinnloser Spaß an der Freude, es gibt höchstens ehrenamtliche Mitarbeiter und sie haben große menschliche Qualitäten.
Mit solchen Sätzen stellst Du Dir ein Armutszeugnis aus und so wie Du hier schreibst vermute ich sind Deine menschlichen Qualitäten gering aber Du bist ein guter Geschäftemacher.
Solche HP gibt es in Deutschland wie Sand am Meer, sie sind wie die meisten Menschen, wollen etwas abhaben vom großen, dicken, fetten und sahnigem Stück Kuchen materieller Wohlstand. Der eigentliche Sinn des Lebens liegt ganz woanders, Gesund, Ausgeglichen und fähig mit Krisen umzugehen.
Wie gesagt, zwischen Arzt und HP mache ich ganz klare Unterschiede, als Mensch gibt es überall solche und solche unabhängig vom Titel aber im Beruf zählt einzig und allein die Kompetenz und als Therapeut die soziale Kompetenz.

gruß dialog

PS: Meinen Idealismus werde ich aufrecht erhalten, bin alt genug um Erfahrungen zu haben in diesem Bereich sowohl aus künstlerischer als auch aus sozialer Arbeit. Der HPP ist nun reine Formsache als Erwachsenenqualifizierung.

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Gingkoblatt
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Re: Heilpraktiker für Psychotherapie

Beitragvon Gingkoblatt » 28. Jan 2009, 08:01

Deinen Idealismus in Ehren - deinen Fanatismus kann ich nicht teilen und empfinde es als sehr dreist einen Menschen, der im Gegensatz zu dir ganz offensichtlich weiß, was Ironie ist, hier so anzugehen!

Ein Beruf ist dazu da, um davon sein Leben zu bestreiten. Das hat mit mangelndem Idealimus wenig zu tun. Wenn du es (aus welchen Gründen auch immer) anders halten kannst, gratuliere - unsereiner muss bei aller Liebe zur Gesundheit und der Naturheilkunde trotzdem Geld verdienen und kann /darf dennoch seinem Idealismus nachkommen!
:evil:
:wink: Gingkoblatt
______________________________________
Nur wo nicht Natur draufsteht, ist auch wirklich Natur drin.

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Ernst
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Re: Heilpraktiker für Psychotherapie

Beitragvon Ernst » 28. Jan 2009, 10:31

Hallo Dialog

Deine Antwort zeigt mir deutlich aus welchem Holze du geschnitzt bist.
Ich habe Dich nicht persönlich angegriffen, und mich lediglich einer sachlichen Diskussion gestellt, während Du Deine Argumentation hier mit aller Gewalt durchsetzen möchtest und beleidigend unter die Gürtellinie schlägst. Das ist übrigens keine besonders gute Ausgangslage für die psychotherapeutische Praxis, und solltest Du eigentlich bereits gelernt haben, wenn Du beireits sozialpsychiatrisch tätig warst.
Jedoch wenn es um Gesundheit geht, auch psychischer Gesundheit, hat das Geld, das Verdienen und das geschäftige Treiben auf die Psyche überhaupt keinen Einfluss.

Wie kommst Du denn darauf? Welche Konflikte in Dir lassen Dich denn Geld als etwas schlechtes und frevelhaftes ansehen?
Wenn ich vernünftig therapieren möchte, dann kann ich das nur wenn ich es mit vollem Herzen tue und meine gesamte Energie in diese Arbeit stecke - sprich Vollzeit arbeite. Ehrenamtliche können sich nicht mit aller Kraft und Energie dieser Tätigkeit widmen, da sie ja den größten Teil Ihrer Kraft für Ihre Hauptarbeit, dem Brotewerwerb, und der Familie benötigen.
Wenn ich aber all meine Kraft und Energie den ganzen Tag in meine Arbeit stecke, muss ich wohl oder übel auch dafür honoriert werden.
Wenn du es anders kannst - dann herzlichen Glückwunsch. Mir ist aber noch keiner dieser Lebenskünstler bekannt geworden, der es wirklich geschafft hat ohne Verdienst eine längere Zeit über die Runden zu kommen.
Weiterhin kann ich als Therapeut meinen Patienten nur das bieten, was meine Ausbildung und Praxisaustattung hergibt.
Selbst wenn ich Ausbildungen und Fortbildungen besuchen würde, die wenig oder gar nichts kosten (aber wo bitteschön gibt es die?), hätte ich Reisekosten und Verdienstausfall, kann also kein Geld für Mite und Lebensunterhalt verdienen. Mache ich aber überhaupt keine Ausbildung, bzw. Fortbildung, kann ich meinen Patienten nicht wirklich helfen.
Wenn ich ausgepowert bin nützt es meinen Patienten auch wenig. Sie haben Anspruch auf einen ausgeruhten und ausgeglichenen Therapeuten. Das kann er aber nur sein, wenn er entsprechende Erholungszeiten hat. Ansonsten ist seine Tätigkeit auf ein paar Monate (vielleicht auch ganz wenige Jahre) begrenzt, bis er selbst ein Fall für die psychosomatische Klinik ist. Erholungszeiten kosten aber auch Geld, das leider während dieser Zeit nicht an irgendwelchen Bäumen wächst.
Insofern hat das Geld verdienen sehr wohl einen Einfluss auf die Gesundheit. Je besser ich ausgebildet und je ausgeglichener ich bin, desto besser kann ich meinen Patienten helfen.

Löse Dich doch einmal davon, dass "Geld verdienen" etwas schlechtes ist. Du hast ja schliesslich für das Geld "gedient". Oder ist "dienen" in Deiner Welt auch etwas, für das man sich schämen muss? Wenn ja, dann wünsche ich Dir dass du möglichst schnell wieder zur realen Welt hier in Deutschland (und den meisetn Ländern dieser Welt) zurückfindest.

ich sind Deine menschlichen Qualitäten gering aber Du bist ein guter Geschäftemacher

Diese Unterstellung und Beleidigung verbiete ich mir in aller Form, könnte Sie aber Deiner Unerfahrenheit oder Deiner mangelhaften Reflexion zugute halten.
Ich betreibe eine durchaus erfolgreiche Praxis und Schule die mittlerweile zum großen Teil von Empfehlungen lebt. Und die bekommt man nicht als Geschäftemacher mit geringen menschlichen Qualitäten, sondern nur durch Kompetenz, Bodenständigkeit und Qualität.
Ich arbeite sehr wohl viel ehrenamtlich und bin stark sozial engagiert. Das kann ich mir aber nur leisten, wenn ich zumindest meine Brötchen verdiene.
Wenn Patienten zu mir kommen, die sich meine Leistungen nicht leisten können, dann kann ich auch schon mal für weniger oder gar nichts arbeiten. Das kann ich aber nur bieten wenn ich von anderen Patienten eine gerechte Entlohnung erhalte.

wer als HP ein Geschäft führt um Profit zu machen ist für die Gesundheit ein Scharlatan denn er macht Geld im Namen des Heilens.

Sorry, aber das ist erzkommunistisches Gedankengut. Ich weiss nicht ob du es schon wusstes; aber Karl Marx ist schon lange tot und mittlerweile vollkommen überholt.

Wenn Du allerdings ein Unternehmer bist dann musst Du Umsatz machen und Profit und zwar immer stetig steigend, das lehrt die BWL.

Jeder gute Arzt, oder auch HP, muss auch ein guter Unternehmer sein. Ansonsten ist in unser "kapitalistischen" Welt eine Praxisführung gar nicht möglich und die Pleite = Praxisschließung schnell absehbar. Und das kann ja wohl auch nicht im Sinne der Patiente sein, oder?
Grüße von der Waterkant

Ernst



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dialog
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Re: Heilpraktiker für Psychotherapie

Beitragvon dialog » 28. Jan 2009, 11:57

...empfinde das Reinschreiben in den Text als Überschreitung, eine unsympathische Art und Weise und eine erniedrigende Methode. Wer etwas zu sagen hat kann das frei formulieren und muss nicht jeden Satz kommentieren.
Für mich ist der Beruf als bildender Künstler genauso wie der Beruf als Therapeut nicht in erster Linie eine Tätigkeit zum Geld verdienen, das passiert nebenbei ganz automatisch, im Gegensatz zum Produktionsarbeiter am Fließband im Akkord, sondern um Einfluss zu nehmen in die gesellschaftlichen Belange des zwischenmenschlichen Zusammenlebens.
Die meisten Dinge im Leben die Lebensqualität und einen Wert darstellen sind nicht vom Geld allein abhängig, finde das sollte ein Therapeut der mit kranken Menschen arbeitet beherzigen.
Mit Deinen Ausführungen gießt Du wunderbar Öl ins Feuer auf meine Vorurteile Heilpraktikern gegenüber die als Unternehmer arbeiten wollen mit einem Geschäft. Wie gesagt, die gibt es wie Sand am Meer auch hier in der Stadt. Wir haben zwei große HP Schuhlen und mehrere kleine, es wimmelt nur so von Heilpraktikern die mit einem Laden Geld verdienen wollen, dagegen gibt es keine Universität an denen Ärzte oder Psychologische Psychotherapeuten ausgebildet werden die kassenärztlich arbeiten können.
Da liegt es doch auf der Hand, dass es unter Heilpraktikern Scharlatane gibt die ihre Erlaubnis für viel Geld und eine Amtsüberprüfung bekommen haben aber natürlich auch gute Heiler mit menschlicher und fachlicher Kompetenz.
Finde darüber könnte man doch Reden, das ist ein Thema. Nicht wie macht man das beste Geschäft und wer am meisten verdient hat die beste Qualität, sondern welche Einstellung und Überzeugung ist für einen selbst und die Gesellschaft am produktivsten in jeder Hinsicht, nicht nur materiell?
Bitte nicht jeden Satz kommentierend in den Text reinschreiben!!!

gruß dialog

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Re: Heilpraktiker für Psychotherapie

Beitragvon repique » 28. Jan 2009, 12:39

Hallo dialog,

dialog hat geschrieben:...empfinde das Reinschreiben in den Text als Überschreitung, eine unsympathische Art und Weise und eine erniedrigende Methode. Wer etwas zu sagen hat kann das frei formulieren und muss nicht jeden Satz kommentieren.


Entschuldige bitte, wenn ich dich auch zitiere, aber das ist weltweit im Internet so üblich und hat nichts mit Sympathie oder Erniedrigung zu tun. Es dient lediglich der Übersichtlichkeit und Klarheit, worauf man sich bezieht. Wenn du damit bereits Probleme hast, könnte es sein, dass das Internet nicht das geeignete Medium für dich ist?

Für mich ist der Beruf als bildender Künstler genauso wie der Beruf als Therapeut nicht in erster Linie eine Tätigkeit zum Geld verdienen, das passiert nebenbei ganz automatisch, im Gegensatz zum Produktionsarbeiter am Fließband im Akkord, sondern um Einfluss zu nehmen in die gesellschaftlichen Belange des zwischenmenschlichen Zusammenlebens.
Die meisten Dinge im Leben die Lebensqualität und einen Wert darstellen sind nicht vom Geld allein abhängig, finde das sollte ein Therapeut der mit kranken Menschen arbeitet beherzigen.


Ich weiß nicht, womit du deinen Lebensunterhalt finanzierst, aber dass Geld verdienen "nebenbei ganz automatisch passiert" ist mir absolut neu. Wenn man eine selbständige Tätigkeit ausübt - und darum handelt es sich bei einem HP nun mal - ist man gezwungen, seine Ein- und Ausgaben zu kalkulieren oder aber man ist spätestens nach einigen Monaten pleite. Aber das hat Ernst ja alles schon ausführlich und ausgesprochen höflich! und respektvoll! beantwortet. Beides vermisse ich in deinen Antworten.

.... es wimmelt nur so von Heilpraktikern die mit einem Laden Geld verdienen wollen ....


Das finde ich jetzt interessant. Ich kenn zwar eine ganze Menge HPs, aber nicht einen einzigen, der einen Laden hat? Das dürfte sich ja auch steuerrechtlich ziemlich schwierig gestalten, da man ja für einen Laden ein Gewerbe anmelden muß.

Da liegt es doch auf der Hand, dass es unter Heilpraktikern Scharlatane gibt die ihre Erlaubnis für viel Geld und eine Amtsüberprüfung bekommen haben aber natürlich auch gute Heiler mit menschlicher und fachlicher Kompetenz.


Auch noch so viel Geld nützt einem nichts, wenn man die Prüfung nicht besteht. Ob derjenige menschlich und fachlich kompetent ist, wird sich erst später zeigen.

Finde darüber könnte man doch Reden, das ist ein Thema. Nicht wie macht man das beste Geschäft und wer am meisten verdient hat die beste Qualität, sondern welche Einstellung und Überzeugung ist für einen selbst und die Gesellschaft am produktivsten in jeder Hinsicht, nicht nur materiell?


Da gebe ich dir vollkommen Recht. Aber warum hast du denn das Thema Finanzen hier in die Diskussion eingebracht und schneidest es immer wieder auf's neue an?

Bitte nicht jeden Satz kommentierend in den Text reinschreiben!!!


Sorry, aber wie schon oben erwähnt, ist das eine übliche Methode zu antworten und hilft den Lesern, die Zusammenhänge zu erkennen.
Viele Grüße

repique

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Ernst
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Re: Heilpraktiker für Psychotherapie

Beitragvon Ernst » 28. Jan 2009, 17:05

Ich schreibe keine Kommentare in deinen Text hinein.
Vielmehr nutze ich die allgemein übliche "Quote - Funktion" in Foren, kopiere damit Zitate aus deinem Text in meinen Text, und beziehe mich dann darauf.
Wie Repique bereits erklärt hat, ist das international ein durchaus üblicher Schreibstil in allen Foren, der keineswegs unsympatisch, erniedrigend und überschreitend ist. Diese Intention habe ich damit nicht verfolgt sondern wollte lediglich strukturiert auf einzelne Äußerungen von Dir eingehen.
Wenn Du es dennoch so empfunden hast, tut es mir leid. Du solltest Dich dann aber mal mit den Gepflogenheiten der Forenwelt, aber auch mit wissenschaftlichen Abhandlungen oder Korrespondenzen beschäftigen. Die lesen sich alle so. Und keiner der Leser fühlt sich auf den Schlips getreten.

In diesem Sinne - auf einen freien, aber fairen und sachlichen Gedankenaustausch.
Grüße von der Waterkant

Ernst



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dialog
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Re: Heilpraktiker für Psychotherapie

Beitragvon dialog » 30. Jan 2009, 19:12

Hallo miteinander, hallo Ernst,

Deine gelassene Art zu Reagieren spricht für Dich, dass kann ich gut respektieren.

Wenn es um den Begriff Hobby geht dann trifft er was mich angeht bei der Internetkommunikation zu, seit vielen Jahren, mit verschiedensten Möglichkeiten. Die virtuelle Welt mit ihrem Phantasiereichtum ist ein guter Ausgleich für reale Arbeit.

Ansonsten will ich nicht weiter im Thema Idealismus oder Kommerz mit Egoismus rumbohren, es hat wenig Zweck, die Angst vor zu wenig materiellen Gütern ist tief verwurzelt seit vielen Generationen und es wird noch lange brauchen daran etwas zu ändern. Habe mal den Satz geprägt:
Reich an ideellen Wahrnehmungen und bescheiden bei materiellen Ressourcen, das ist Glück!
Er ist zu einem Leitspruch geworden der eine Richtung aufzeigt die sich gut leben lässt.
Treffe zunehmend mehr Menschen die ähnliches Denken und deshalb will ich da ganz entspannt und völlig unverkrampft mit umgehen und akzeptiere, das auch der HP zum Geschäfte machen benutzt wird. Mich lässt es ganz locker wenn ich sehe wie andere Menschen dem materiellen Gewinn nachlaufen, ich muss es ja nicht genauso machen.
In sofern habt ihr Recht, eine einseitige Haltung bringt nicht die geringste Entwicklung, im Gegenteil, sie führt zur Verkrampfung und zur Verbissenheit mit Schmerzen als einzige Folge.
Werde den Idealismus leben so lange er mir gut tut und diese Erfahrungen weiterhin anderen Menschen anbieten und vermitteln und wenn ich beobachte, dass es einige Psychotherapeuten gibt die ihre Erlaubnis dafür benutzen Profit zu machen, dann ist mir das völlig gleichgültig und kein Grund zum Ärgern oder Aufregen, ich arbeite anders und das ist gut so.

gruß dialog

sabinesommer67
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Re: Heilpraktiker für Psychotherapie

Beitragvon sabinesommer67 » 22. Feb 2009, 17:20

Hallo an alle,
bin heute das erste mal im Forum.
Finde Eure Beiträge super und habe für mich sehr viel neues erfahren.
Bin auch dabei den kleinen HP zu lernen. Ich dachte ich kann das im Heimstudium machen mit vielleicht einigen Wochenenden. Jetzt habe ich hier gelesen, dass das nicht so einfach ist. So werde ich mir die Schulen anschauen. Bin noch ganz am Anfang und lerne mit Buch. Viele Grüße Sabine Sommer :wink:



   

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