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Kräuter und Metall - Kräuterpressäfte

nur für Kräuter & Pflanzen die Heilwirkung besitzen

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Nils
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Kräuter und Metall - Kräuterpressäfte

Beitragvon Nils » 14. Okt 2009, 10:01

Hallo miteinander!

Ich beschäftige mich erst seit kurzem mit Kräuter und höre und lese immer wieder, daß Kräuter bzw. Kräutersäfte bzw. aus Kräuter hergestellte Medizin nicht mit Metall (z.B. Metall-Löffel) in Berührung kommen sollen, weil Metall die Wirkung der Kräuter verändert.

Nun möchte ich mal versuchen, aus Kräutern (z.B. Spitzwegerich) einen Preßsaft zu gewinnen. Aber alle Saftpressen die ich im Internet finde sind aus Edelstahl oder verzinktem Gußeisen. (es sind Weizengras-Pressen).
Andererseits geht ja Plastik auch nicht gut, das würde ja schnell brechen...

Hat jemand Erfahrung mit der Herstellung von Kräuter-Pressäften und kann mir dazu einen Tipp geben?

Ich habe zwei Pressen im Visier - darf ich hier den Link veröffentlichen oder ist das schon Werbung? Ich laß es mal.

Danke!

Nils


angeo
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Re: Kräuter und Metall - Kräuterpressäfte

Beitragvon angeo » 14. Okt 2009, 12:03

Hallo,
Also ich habe den Spitzwegerich immer frisch zubereitet, nur die notwendige Portion Blätter kleingewiegt, und in ein Tuch gegeben und einfach ausgepresst und den Kindern gegeben bei Husten. Hat super geholfen. Das Wiegemeser bestand aus Edelstahl.
LG Angeo

Oribasius
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Re: Kräuter und Metall - Kräuterpressäfte

Beitragvon Oribasius » 14. Okt 2009, 16:20

Nils hat geschrieben:Ich beschäftige mich erst seit kurzem mit Kräuter und höre und lese immer wieder, daß Kräuter bzw. Kräutersäfte bzw. aus Kräuter hergestellte Medizin nicht mit Metall (z.B. Metall-Löffel) in Berührung kommen sollen, weil Metall die Wirkung der Kräuter verändert.


sehr geehrter nils, scheinbar verwechseln sie die pflanzenheilkunde mit der homöopathie. in der homöopathie gibt es die weisheit, homöopathische mittel nicht mit metalllöffel in kontakt zu bringen, da angeblich die wirkung beeinträchtigt werden könnte. diese weisheit stammt jedoch weder vom großen meister hahnemann, noch ist sie in nachvollziehbarer form begründbar und trifft keinesfalls auf pflanzliche auszüge zu! mfg: oribasius

angeo
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Re: Kräuter und Metall - Kräuterpressäfte

Beitragvon angeo » 14. Okt 2009, 17:58

Ich glaube das hing damit zusammen, dass es zu Hahnemanns Zeiten Silberlöffel gab.
LG Angeo

Oribasius
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Re: Kräuter und Metall - Kräuterpressäfte

Beitragvon Oribasius » 14. Okt 2009, 20:07

angeo hat geschrieben:Ich glaube das hing damit zusammen, dass es zu Hahnemanns Zeiten Silberlöffel gab.
LG Angeo


sehr geehrter angeo, gegen silber hatte herr hahnemann auch keine einwände. im gegenteil: in §270 seines organon vermerkt er ausdrücklich - ich zitiere: ".. Man hat ein kleines zylindrisches Gefäß von der Form eines Fingerhutes von Glas, Porcellan oder Silber, mit einer feinen Oeffnung am Boden, worein man die Streukügelchen tut, welche man arzneilich machen will; hierin befeuchtet man sie mit etwas von dem so dynamisirten arzneilichen Weingeiste, rührt sie um, und klopft dann das kleine ... Gefäß, auf das Fließpapier aus, um sie schnell zu trocknen...". mfg: oribasius

angeo
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Re: Kräuter und Metall - Kräuterpressäfte

Beitragvon angeo » 14. Okt 2009, 23:25

Hm, denn weiss ichs nicht.
LG Angeo


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Nils
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Re: Kräuter und Metall - Kräuterpressäfte

Beitragvon Nils » 16. Okt 2009, 13:03

Vielen Dank für diese Informationen!

Offenbar bin ich da einer weit verbreiteten Fehlinformation aufgesessen? Schon seitdem ich mit Homöopathie zu tun habe, vermeide ich Metallöffel. Wozu habe ich mir dann einen Plastiklöffel gekauft, frage ich mich :-) Trotzdem bleibe ich bei Plastik, auch wenn es das zu Hahnemanns Zeit auch noch nicht gegeben hat.

Sehr geehrter Oribasius, gestatten Sie mir bitte die neugierige Frage: heisst das, daß Sie Ihre homöopathischen Mittel mit einem Löffel aus Metall zubereiten?

Vielen Dank für die Aufklärung,

Nils

Oribasius
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Re: Kräuter und Metall - Kräuterpressäfte

Beitragvon Oribasius » 16. Okt 2009, 19:16

Nils hat geschrieben:Offenbar bin ich da einer weit verbreiteten Fehlinformation aufgesessen? Schon seitdem ich mit Homöopathie zu tun habe, vermeide ich Metallöffel. Wozu habe ich mir dann einen Plastiklöffel gekauft, frage ich mich :-) Trotzdem bleibe ich bei Plastik, auch wenn es das zu Hahnemanns Zeit auch noch nicht gegeben hat. Sehr geehrter Oribasius, gestatten Sie mir bitte die neugierige Frage: heisst das, daß Sie Ihre homöopathischen Mittel mit einem Löffel aus Metall zubereiten?


sehr geehrter nils, mit der weit verbreiteten fehlinformation haben sie wohl recht. die meisten homöopathischen heiler geben diese weisheit an ihre patienten weiter, und diese wiederum verbreiten diese binsenweisheit ebenfalls, und in kürzester zeit glaubt die ganze welt daran. ich betone ausdrücklich noch einmal, dass diese weisheit weder vom großmeister hahnemann stammt, noch kann sie plausibel und nachvollziehbar begründet werden. auch ich selbst habe während meines langjährigen umgangs mit homöopathika niemals negative veränderungen wahrnehmen können. wie im organon zu lesen ist, hat hahnemann keinerlei bedenken gegen metall. selbstverständlich spricht nichts dagegen, kunststofflöffel zu benutzen, und wer metalllöffel ablehnt, soll das zelebrieren. zu hahnemanns zeiten waren meines erachtens horn- und holzlöffel modern; daraus jedoch einen irrigen schluss zu ziehen, grenzt an ichgestörtheit. zu ihrer frage kann ich ihnen mitteilen, dass ich heute keine mittelverreibungen oder sonstige potenzierungen mehr durchführe, ich greife bei bedarf auf einen alten bestand zurück. in meinem alter bin ich im prinzip austherapiert; ich benötige selten arznei. mfg: oribasius

greenbeans
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Re: Kräuter und Metall - Kräuterpressäfte

Beitragvon greenbeans » 17. Okt 2009, 16:30

Oribasius hat geschrieben:wie im organon zu lesen ist, hat hahnemann keinerlei bedenken gegen metall.


Ich lese das dort nicht. Ich lese von Glas, Porzellan und Silber. Nicht von Gold, Messing, Kupfer, Eisen... Metall generell wird auch nicht gesagt. Sondern es ist nur von Silber die Rede.
Und Edelstahl (Eisen), woraus unser heutiges Besteck in der Regel hergestellt wird, gab es zu Hahnemanns Zeiten gar nicht.

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Krâja
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Re: Kräuter und Metall - Kräuterpressäfte

Beitragvon Krâja » 26. Jan 2018, 12:59

Ein Chemiker kann sicher weiter helfen, Metalle, Eisen und Edelstahl gehen mit bestimmten Wirkstoffen Verbindungen (Legierungen) ein, die die Wirkung verfälschen oder verändern, deswegen wird empfohlen natürliche Rohstoffe zu verwenden, um zu heilen.

Natürliche Rohstoffe sind: unbehandeltes Holz, Kupfer, Silber, Stein. Glas und Keramik kann ebenfalls verwendet werden.

Plastik wird ebenfalls nicht empfohlen, aus ähnlichen Gründen, es kann sich auflösen und dann nimmt man Plastikstoffe zu sich und vergiftet sich damit.
Grüße von Krâja ;)



   

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